Brennholz-Schwan

 

Aktuelle Neuigkeiten vom 26.11.2007 für Sie: Falschmeldung der Woche: Rußfilterpflicht für Holzöfen "Rußfilterpflicht für steinzeitliche Dreckschleudern" lautete die Meldung in der ARD-Tagesschau und in verschiedenen TV-Stationen. Diese Meldung ist schlichtweg falsch, weil es Rußfilter nur im Bereich von Diesel-Kfz geben wird. Richtig ist, dass die Bundesimmissionsschutz- verordnung für Einzelfeuerstätten novelliert wird. Richtig ist, dass es für alle Einzelfeuerstätten ab 4 kW hier neue Grenzwerte für Feinstaub und CO geben wird. Richtig ist, dass mit Inkrafttreten dieser Novellierung alle diese Feuerstätten im Rahmen einer herstellerseitigen Einzeltypenprüfung diese Grenzwerte erfüllen müssen und erfüllen werden. Alte Holzfeuerungen: Übergangszeit bis 2025 Im Rahmen der Novellierung des Bundesimmissionsschutzgesetzes für holzbeheizte Einzelfeuerungsanlagen haben bis zum 1.1.2025 Bestandschutz Sie können dann auch weiter betrieben werden, wenn die durch die Novellierung geltenden Grenzwerte für CO und Feinstaub entweder durch eine entsprechende Herstellerbescheinigung oder mit Hilfe entsprechender Filtertechniken erreicht werden. Unter diese Altanlagen fallen Kachelöfen und Kamine, die vor dem 1.1. 1995 in Betrieb genommen worden sind. Sollten Anlagen jedoch dann diese durch die Novellierung geltenden Grenzwerte für CO und Feinstaub nicht erfüllen, sind sie durch neue Anlagen zu ersetzen.

Kleine Brennholzfibel


Tipps zum Holzkauf


Holzkaufen ist Vertrauenssache und zwar aus folgenden Gründen. Die Ware kann unterschiedliche Qualitätsmerkmale aufweisen oder vermissen lassen, ohne dass Sie als Käufer das bemerken. Dieser kleine Leitfaden soll helfen, dass Sie mit Ihrem Holzhändler auf Augenhöhe diskutieren können und Ihnen kein X für ein U vorgemacht wird. Werden Sie Experte!

 
„Brennholz zu verkaufen“ steht im lokalen Anzeigenblättchen und: 3 Raummeter
Dem Experten sagt dies: Da verkauft jemand privat Brennholz, in der Regel kann keine Mwst. ausgewiesen werden und bei Problemen sieht’s mit der Rechtssicherheit nicht besonders gut aus, es sei denn, man kann Betrugsabsicht nachweisen. Auf jeden Fall ist das Holz nass, sonst stände es dabei, und es ist keine Buche, sonst stände es auch dabei. Im ungünstigsten Fall geht es um einen zerlegten Jägerzaun.

 
Zur Menge:

es ist maximal ein Drittel Ihres Winterbedarfes. Wichtig ist, dass mit einem Anruf folgende Fragen geklärt werden, bevor man zeit investiert.
· Um welche Holzart handelt es sich?
· Ist das Holz trocken?
· Qualität (Kernholz, Restholz, Industrieholz, Möbelholz)?
· Wie ist der Verarbeitungszustand (Gespalten, ofenfertig gesägt)?
· Wird in Raummeter oder Schüttraummeter gemessen?
· Ist die Lieferung frei Haus enthalten?


Der Preis ist dann mit weiteren Angeboten zu vergleichen, die gleiche Leistung versprechen. Unser Empfehlung ist dabei: Schauen Sie nicht zu sehr auf den Preis. Richtig gutes Holz ist nämlich was wert und das wissen insbesondere die, die es anbieten. Niemand, der wirklich was vom Geschäft versteht wird einen Schüttraummeter Buche für unter 45 Euro weggeben – das wäre schon ein Schnäppchen. Gehen Sie allzu attraktiven Sonderangeboten aus dem Weg und vermeiden Sie so unnötigen Ärger. Schauen Sie sich das Holz an und seien Sie bereit, für Qualität auch zu zahlen.
Und eins noch: Lehnen Sie im Zweifelsfall Lieferungen ab, solange das Holz noch auf dem Transporter ist. Das ist ein Gebot der Fairness dem Verkäufer gegenüber.


Welche Holzsorte?


In der Regel bevorzugen deutsche Holzkäufer Hartholz, das beliebteste dabei ist Buche. Sie erkennen Buche daran, dass das Holz selbst hell und hart ist. Sie können mit dem Fingernagel kaum einen Eindruck hinterlassen. Optisches Merkmal ist die Rinde, die silbergrau bis dunkelgrau variieren kann, aber immer glatt ist – im Gegensatz zur Eiche. Eichenholz ist rotbrauner und hat eine sehr raue und oft faserige Rinde. Eiche riecht zudem – verantwortlich dafür ist die enthaltene Gerbsäure. Alte und schlecht gelagerte Buche ist meist nur noch am Gewicht zu erkennen und gegenüber Weichholz abzugrenzen. Ein gutes Stück Buche hat immer ein „kerniges“ Gewicht. Esche – gut mit Buche vergleichbar- ist meiner Meinung nach sehr gutes Brennholz. Die Heizwerte von Hartholz sind alle vergleichbar, allerdings unterscheiden sich die Abbrandformen. Eiche hält z.B. die Glut länger. Hier geben wir keinerlei Empfehlungen – trockenes Hartholz ist immer gut. Egal ob vom Kirchbaum oder vom Ahorn. Allenfalls Birke nimmt eine Sonderstellung ein, da dieses Holz als ideal für die Verbrennung im offenen Kamin gilt durch den sehr ruhigen Abbrand.
Noch ein Tipp: verbrennen Sie Eiche grundsätzlich bei hohen Temperaturen und lassen Sie das Holz nicht im eigenen Saft schmoren. Dieser „Saft“ der Eiche hat es nämlich in sich. Es handelt sich um die bereits angesprochene Gerbsäure, die auch Ihrem Ofen und Kamin nicht gut tut. Weichhölzer wie Tanne, Fichte, Douglasie oder Kiefer sind leichter als Hartholz, und unterscheiden sich untereinander in der Dichte und vor allem im Harzgehalt. Aufgrund ihrer spezifischen Dichte sind Harthölzer dann aber auch billiger als Hartholz.
Unsere Empfehlung für Weichholz ist eindeutig Kiefer, da es beim Verbrennen gut riecht und auch länger brennt als die Konkurrenz. Weichholz trocknet übrigens unglaublich schnell. Sie können das Frühjahrsholz – wenn es optimal gelagert wird – im Winter drauf unbedenklich verbrennen. Ein Kilogramm Buche brennt nicht besser, länger oder heißer als ein Kilogramm Fichte, es ist nur deutlich weniger Holz. Praktisch gesehen müssen Sie Weichholz öfter nachlegen und haben mehr Asche, dafür ist auf der Positivseite ein hoher Brennwert zu verzeichnen. Heißt: Weichholz brennt schneller an und bringt Ihren Ofen auch schneller auf Betriebstemperatur. Grundofenbetreiber können Weichholz energetisch besser verarbeiten als Stahlkaminofen-Besitzer.
Unterscheiden Sie auch zwischen Kernholz und Astholz. Idealerweise wird Stammholz auf Meter gesägt, in 4 bis 7 Stücke gespalten und dann auf 33 oder 25 cm-Stücke geschnitten. Holz zwischen der Rinde auf der einen Seite und dem Baumzentrum auf der anderen Seite bezeichnet am als Kernholz. Kernholz trocknet sauberer als z.B. ein Ast, der rundum von Rinde umschlossen ist. Die Stücke sollten händelbar sein, also gut mit einer Hand transportiert werden können Als Sichtkontrolle: Achten Sie darauf , dass das Holz sauber ist, also trocken gelagert wurde. Das Holz sollte nicht schimmelig sein und durchgehend gleiche Färbung aufweisen. Trocknungsrisse und abspringende Rinde sind Zeichen dafür, dass das Brennholz „reif“ ist. Graues Buchenholz spricht für das Alter des Holzes, zu alt sollte es aber auch nicht sein. Hartholz verbrennt man idealerweise im dritten Winter nach dem Einschlag.
Bei wirklich optimaler Lagerung und einem heißen und trockenen Sommer ist Buche aber auch schon im Winter nach dem Einschlag reif zur Verbrennung. Bedingung dafür ist aber, dass es gespalten und überdacht einem warmen und windigen Sommer ausgesetzt wurde.

 
Holz aus dem Wald

 
Sie haben selbst geworben: bemühen Sie sich um eine schnelle Weiterverarbeitung, dann können Sie nach ca.4-9 Monaten heizen, selten früher. Achten Sie unbedingt darauf, das Astholz gespalten wird, auch wenn es aufgrund fehlender Dicke nicht nötig wäre. Umlaufene Rinde verhindert ein zügiges Abtrocknen.
Das Holz vermodert in der Schale. Ungespaltenes Holz trocknet ebenfalls nicht, bzw. nur wesentlich langsamer, als optimal aufgearbeitetes Holz.


Profi werden


Werden Sie Profi: Mit einem Holzfeuchtemesser können Sie die Feuchte des Holzes anhand der Leitfähigkeit messen. Nasses Holz leitet elektrischen Strom schneller, bzw. bietet weniger Widerstand. Bei der klassischen Holzfeuchtemessung handelt es sich um eine Widerstandsmessung zwischen zwei Elektroden. Der Widerstand wird auf einen Holzfeuchtewert in Prozent umgerechnet: Deutlich über 20 Prozent bedeutet: Das Holz ist nass und sollte noch nicht verbrannt werden. 20 % oder weniger sind ideal – weniger als 12 Prozent ist unrealistisch, weil bis zu diesem Wert Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft wieder aufgenommen wird. Bedenken Sie beim Einkauf: Im Sommer kann das Holz rund 25 -28 Prozent haben, Sie können es dann im Winter verbrennen.
Der optimale Umgang mit dem Messgerät
Das Holzäußere trocknet in der Regel sehr schnell auf 16 bis 18 Prozent herunter . Hier kann man nicht messen. Am besten ist es, sie messen an einem frischen Sägeschnitt, bzw.an einer frischen Spaltfläche. Bitte beachten Sie, dass die Leitfähigkeit des Holzes auch von der Umgebungstemperatur abhängt. Bei Temperaturen um die 34 –bis 40 Grad wird die Holzfeuchte höher angezeigt als bei Minustemperaturen. Bei unter 0 Grad sind keine Messungen möglich. Ganz allgemein geht es bei der Verwendung des Gerätes auch eher um Annäherungswerte und darum, ob Sie Holz kurzfristig überprüfen können und zwar mit einem Grad an Sicherheit, die über eine Sichtkontrolle hinausgeht. Ob das Gerät 18 oder 20 Prozent anzeigt, ist unrelevant 16 oder 23 sind aber schon Grenzwerte. Zeigt das Gerät an verschiedenen Messpunkte über 24 – 26 % an heißt das: Finger weg, bzw. noch ein paar Monate Lagerung einplanen.
Ein bisschen Gefühl hilft auch bei kleineren Mengen – ein trockener Holzscheit ist deutlich leichter als ein nasser. Probieren Sie’s aus und kontrollieren Sie mit dem Gerät – man kann das spüren. Ganz frisch geschlagenes Buchenholz hat einen Wasseranteil von über 60 Prozent. Sie können Ihren Händler natürlich auch um eine Probe bitten – nasses Holz zischt, sehr nasses Holz treibt sogar Schaum aus dem Poren. Bitte beachten: Kammergetrocknetes Holz zieht in den äußeren Bereichen schnell Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft an. Auch dieses Holz „zischt“ im heißen Ofen – allerdings sollte das nach ein paar Minuten vorüber sein .


Welche Menge?


Wie viel Holz Sie brauchen lässt sich schlecht in Formeln berechnen. Aus unserer Erfahrung verbrennt ein Haushalt in einem 1-Familienhaus pro Winter bis zu 10 Kubikmeter (geschüttet) Buchenholz bei bestmöglicher Ausnutzung des Ofenpotenzials. Dann brennt der Ofen rund um die Uhr, die Gasheizung wird auf das Nötigste heruntergefahren. Das so genannte Luxusfeuer braucht nicht mehr als ein paar Scheite pro Abend – das kann man anhand der theoretischen Kaminabende leicht ausrechnen. In der Regel handelt der moderne Holzhandel mit der Einheit Schüttraummeter. Das bedeutet, dass ein Gefäß mit 1 x 1 x 1 Meter Inhalt locker aufgeschüttet wird mit Scheiten a 33 oder 25 cm.
Ein echter Raummeter bedeutet, dass Sie das gleiche Gefäß mit Holzscheiten a 1 Meter aufstapeln und dabei größere Lücken vermeiden. Ein Schüttraummeter entspricht 0,7 Raummetern. Liefert Ihr Händler auf einem LKW oder Anhänger ab, dann können Sie die Menge ganz einfach mit einem Zollstock Höhe mal Breite mal Länge bestimmen. Der Wert gibt die Menge in Schüttraummeter an (Kubikmeter).


Brennholz richtig lagern


Holz liebt trockene windige Standort ohne direkten Bodenkontakt. Stapeln Sie ihr Holz nicht zu eng und nicht direkt auf dem Boden. Idealerweise verwenden sie gebrauchte Paletten zum Aufstapeln. Wetterschlagseiten sollten Sie ebenso vermeiden wie zu ruhige Ecken, in denen es schnell „muffig“ zugehen kann, was den weiteren Trocknungsprozess nicht fördert. Im Haus sollten Sie wirklich nur richtig trockenes Holz lagern, z.B. kammergetrocknetes Holz unter 20 % Restfeuchte . Holz, dass Sie morgen verbrennen wollen, sollte idealer Weise schon am Vortag neben dem Ofen gestapelt werden.
Warum überhaupt trockenes Holz?
Das ist ja alles ganz schön kompliziert - wofür das ganze Theater? Holz ist doch Holz! Eben nicht! Verbrennendes Holz nutzt einen großen Teil der Energiefreigabe nämlich nicht zum Erwärmen ihrer Wohnung, sondern erst einmal zum Austreiben der Restfeuchte. Nutzer, die nach langjährigem Gebrauch von minderwertigem Holz nun endlich mal einen Glücksgriff landen konnten wundern sich, wie wenig Holz sie benutzen und wie warm es mit der gleichen Menge Holz im Vergleich zu früher ist. Sparfüchse gewinnen nichts, wenn sie grenzwertig trockenes Holz zugunsten von ein paar Cent Preisunterschied verfeuern – das macht keinen Sinn und wird dadurch bestraft, dass sie mehr Gas zum Beiheizen der Wohnung benötigen.


Etwas zum Preis


Im Jahr 2005 explodieren die Holzpreise in ganz Europa, daher ist kaum eine verlässliche und allgemein gültige Aussage zu treffen. 2006 gab es einen viel zu warmen Winter mit hohen Lagerbeständen. Preise sind aktuell schlecht kalkulierbar- vertrauen Sie Ihrem Holzhändler!
Diese Info wurde verfasst von Udo Schmallenberg http://www.talking-text.de im Auftrag von http://www.brennholz-deutschland.de
Kein Abdruck/Veröffentlichung ohne Genehmigung.

Wer Energiekosten sparen will, der sollte im Sommer damit anfangen

Brennholz-Schwan

gibt den Tipp gern, denn Brennholz verkauft sich bei frühlingshaften Temperaturen auch angenehmer als bei Frost und Eis. Wer in diesen Tagen z.B. frisches Buchenbrennholz einkauft und beim Einlagern einige wichtige Details beachtet, kann das Holz schon im nächsten Winter verbrennen. "Sicher ist es nicht schlecht, Holz zwei bis drei Jahre zu lagern, aber notwendig ist es nicht", weiß der Experte aus

Lörzweiler

, der sich mittlerweile im bundesweiten Händlerverbund www.brennholz-deutschland.de engagiert und sich hier im Expertenkreis zu Brennholzthemen austauscht. "Wissenschaftler am Kompetenzzentrum Straubing haben belegt, dass Holz in 4 bis 7 Monaten trocknet, wenn es direkt nach dem Einschlag gespalten und auf Scheitlänge gesägt wird." Wenn es dann noch mit viel Luft von unten an einem sonnigen Plätzchen mit Abstand zur Wand gelagert wird, dann steht der "warmen Stube" im kalten Winter nichts entgegen. Wer ganz sicher gehen will, kann große Scheite noch einmal aufspalten. Durch das Sägen vergrößert sich die Trocknungsfläche deutlich - das ist das ganze Geheimnis. Wann das Holz trocken ist, sehen auch Laien mit ein wenig Anleitung: Die Stirnflächen sollten Trocknungsrisse aufweisen und das Holz sollte beim Aneinanderschlagen deutlich klappern. Im Zweifelsfall den Fachmann fragen und ein Holzfeuchtemessgerät zu Rate ziehen. Ein letzter Tipp : "Lassen Sie Ihr Holz ausgiebig die ersten Fröste genießen, das zieht noch einmal Feuchtigkeit heraus!"

Und strategisch einkaufen lohnt, denn frisches Holz ist immer rund 10 Euro den Schüttraummeter günstiger als trockenes Holz. Eine Holzknappheit erwartet Brennholz-Schwan für den Winter nicht: "Das wird sich über den Preis regulieren - Nachschub kommt aus der Trockenkammer" - aber der Trocknungsprozess ist energieaufwändig und daher nicht wirklich wirtschaftlich. Der Fachmann beantwortet gern Fragen rund um das Thema Brennholz.

Wie Brennholz am besten trocknet

Ein Holzfeuer verbreitet eine angenehme Wärme, sagen viele, und das Knacken der Scheite schafft schnell Gemütlichkeit im Raum. Weniger gemütlich geht es zu, wenn das Feuer nur beißenden Rauch verströmt, weil frisches Holz verwendet wurde. Richtiges Lagern ist also wichtig. Die weit verbreitete Meinung dazu schien bisher niemand anzuzweifeln, die besagt, dass gespaltenes Eichen-, Buchen- oder anderes Hartholz zwei bis drei Jahre trocknen müsse, Fichte dagegen ein bis anderthalb Jahre. Jetzt haben Wissenschaftler am Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe in Straubing Brennholz erstmals genauer unter die Lupe genommen - mit erstaunlichen Ergebnissen: Einen Unterschied beim Lagern zwischen Buche und Fichte gibt es scheinbar nicht. "Es reicht ein Jahr für alle Baumarten", so Alexander Höldrich vom Kompetenzzentrum.

Ofentrocken nach sieben Monaten

Bei den Versuchen wurden gleich große Brennholzbündel zwei Jahre lang unterschiedlich gelagert. Verglichen wurde gespaltenes und ungespaltenes Holz, Hartholz und Weichholz, in einer geschlossenen Scheune oder im Freien gelagertes, mit Abdeckung und ohne. Am schnellsten trocknen demnach kurze, gespaltene Scheite in einer so genannten Gitterbox im Freien. Wird das Holz ab September abgedeckt, ist es nach sieben Monaten ofentrocken. Lange Scheite brauchen etwa ein Jahr, unabhängig von der Baumart. Wer schnell zu trockenem Holz kommen will, sollte es also möglichst klein spalten und vor Feuchtigkeit geschützt an einem gut belüfteten Ort aufschichten.

Verlust durch biologischen Abbau

Bei den Untersuchungen interessieren Höldrich und seine Kollegen außerdem, welche Auswirkungen die Lagerung auf den Gewichtsverlust des Holzes hat. "Das Material ist der Feuchtigkeit, der Luftfeuchte, aber auch der Solarstrahlung ausgesetzt." Deshalb sinken im Laufe der Zeit die Trockenmasse und damit auch der Brennwert der Holzscheite. Dieser Schwund ist mit bis zu drei Prozent in einem Jahr allerdings eher gering, während bei Hackschnitzeln derselbe Wert schon nach einem Jahr gemessen werden kann. 

 Selbswerberkosten

Die günstigste Art, an Brennholz zu kommen ist immer noch das "Selber-Machen".

Folgende Kalkulation


Kosten Selbstwerbung

 

 

 

 

 

 

Benötigte Materialien

Kosten in Euro

 

 

 

 

Sägekettenberechtigungsschein

 

60,00

 

 

vorgeschriebene Schutzkleidung (Kox)

 

Schnittschutzhose –Schuhe, Jacke, Handschuhe und Helm)

205,65

 

 

Anhänger zum Kippen für ca. 4 SRM

ca 2,0 to Holz Frisch/ Trocke ca. 1,4 to

Anhänger für 1 SRM  Frisch / Trocken

340 - 450 bis 550 für Frisches Holz

je nach sorter

zu Kippen 4 SRM

3700,00€

1 SRM Frisch/ Trocken

ca. 1500,-€

plus minus

nach Anbieter

 

Pkw Anhängerkupplung

500,00

 

Holzpreis pro Festmeter Buche

57,00€ bis 60,00€

 

Kettensäge

462,00

 

Kettensägenzubehör und Verbrauchsmaterialien

31,00

 

 

Arbeitszeit

ist eben Freizeit

 

 

 

 

 

 

Summe

4715,65 zum Kippen

 

F & T empfiehlt Interessensvertretung

Die Fachzeitschrift "Forst und Technik" hat sich einer aktuell brisanten Thematik angenommen. Berichtet wird hier von der Konkurenz "Selbstwerber/Professionelle". Wir zitieren: "Die Beschwerden häufen sich, dass die Staatsforstverwaltungen an Privatpersonen Brennholz in Mengen abgeben, die den Eigenbedarf weit übersteigen. Für die Brennholzbetriebe mit Gewerbeschein ergeben sich daraus zwei Probleme: Zum einen fehlt Rundholz für die eigene Produktion, zum anderen muss man beim Scheitholz-Verkauf mit den Preisen der Schwarzproduzenten konkurrieren, die von Umsatzsteuer und Berufsgenossenschaftsgebühren unbelastet anbieten."

Anschließend berichtet F&T von den Großabnehmern ohne Lobby - Zitat:

"Ohne gemeinsame Interessensvertretung fällt es den gewerblichen Kaminholzproduzenten schwer, sich bei ihren Marktpartnern zu positionieren. ... Die Brennholzbranche schätzt selbst, dass 60 - 70 % des angebotenen Brennholzes von Privatpersonen stammt. Zum anderen sind hier aber auch die so genannten Schwarzproduzenten zu finden. Die Zahl der Betriebe, die einen Jahresbedarf von 1000 FM Rundholz haben, dürfte inzwischen deutschlandweit zwischen 1000 und 1500 liegen....Geht man bei einer groben Schätzung...von einer Gesamtproduktion von 1,5-2 Mio RM Scheitholz aus...so hat man es allein im Profi-Segment der Branche mit über 75 Mio Euro Umsatz zu tun." Wer mehr wissen will, sollte sich die "Forst & Technik" besorgen.

brennholz-schwan.de meint "Genau, so eine Interessensvertretung brauchen wir/haben wir!"

Warum ist Holz so teuer ?

Eigentlich ganz einfach: Ich kauft ein Stück Buchenholz aus dem Wald 1 x 1 x 1 Meter groß. Das nennt man Festmeter - bezahle dafür bis zu 52 Euro (z.B. in Hessen im Staatsforst) und mache daraus mit viel Mühe etwa 1,8 Schüttraummeter. Ohne Arbeit und den Maschineneinsatz zu berechnen kostet der Schüttraummeter etwa 25 Euro.

Was passiert dann:

1. Das Holz muss aus dem Wald geholt werden und am Hof gelagert werden. Kosten 7 -10 Euro je srm

2. Das Holz muss gespalten, gesägt und eingelagert werden. Kosten 7 - 10 Euro je SRM

3. Das Holz muss getrocknet werden 7 -10 Euro je SRM

Macht rund 25 Euro Bearbeitungskosten pro SRM

Das fertige Holz kostet mich also 50 Euro den SRM - und immer ist die eigene Arbeitszeit noch nicht berechnet. Rein theoretisch müsste ich zwischen 75 und 80 Euro den SRM verlangen, um auf einen halbwegs ernährenden Stundenlohn zu kommen. Von diesem Preis ziehen Sie bitte noch mal 7 % Mwst ab und falls der Betrieb Gewinn abwirft 20-30 % Einkommensteuer, weitere Abgaben wie evtl. IHK oder Versicherungen nicht mitgerechnet.

Darum ist Holz so teuer!

Wir sind aktives Mitglied der bundesweit agierenden Händlergemeinschaft www.brennholz-deutschland.de - Sie finden ausführliche Informationen in der Rubrik "Holzwissen".

Brennholz im Ofen

Im Ofen sollte nichts außer Holz oder zusatzfreie Holzbrikett verbrannnt werden - nutzen Sie zum Anzünden fein gespaltenes Anmachholz und einen handelsüblichen Anzünder. Papier macht Dreck, enthält Schwermetalle und gehört in die Abfallentsorgung/Wiederverwertung.
Verbrennen sollten Sie ausschließlich Natur belassenes Holz, das den Kriterien unseres Bundesverbandes entspricht: Es sollte trocken und sauber sein, nicht verschimmelt sein und auch oberflächlich sauber. Die Scheitgröße hängt etwas von Ihren Gewohnheiten ab. Idealer Weise passt ein Holzscheit durch ein Quadrat mit 15 Zentimetern Kantenlänge - viel größer oder viel kleiner sollte es nicht sein. Ob Sie mit 25-er oder 33-er Scheiten heizen, hängt letztendlich von Ihrem Feuerraum ab. Scheite sollten in den Ofen passen, ohne aufrecht gestellt werden zu müssen - klappt das nicht, dann ist Ärger mit gebrochenen Schamottsteinen oder einer gesplitterten Scheibe vorprogrammiert.

 
Kleine Ofenkunde


Es gibt generell 3 Arten von Öfen: Den gemauerten Kachelofen als klassischen Grundofen, der über die Außenwände gespeicherte Wärme abstrahlt. Dann gibt es den normalen Kaminofen, der hautsächlich ebenfalls Strahlungswärme abgibt, diese aber nicht speichert. Sogenannte Kombi-Öfen speichern Wärme, nehmen aber auch kalte Luft am Boden auf und führen sie an den heißen Ofenflächen vorbei wieder als warme Luft heraus. Der Wert eines Ofens bezieht sich in aller Regel auf die verwendeten Materialien, was Auswirkungen auf Funktionalität, Energieausbeute und Langlebigkeit hat. Ein billiger Baumarktofen heizt auch gut, Nachteile ergeben sich aber schnell und meist kommt nach der ersten Saison dann ein "ordentlicher Ofen" ins Haus.


Luftzufuhr und Betrieb


Generell sollte Ihr Ofen so viel Luft bekommen, dass er "gesund" abrennen kann. Regeln Sie Ihren Ofen zu stark herunter, dann sinken die Abgastemperaturen und es kann zu einer Versottung des Schornsteins kommen. Außerdem wird die Scheibe stets schwarz verrusst sein. Zum Anfeuern bitte den Ofen mit voller Luftzufuhr bedienen. Den gut brennenden Ofen dann etwas herunter regeln, bis eine ruhiges Flammenbild entsteht. Wir empfehlen, den Ofen zum Schluss noch einmal voll zu belüften, weil sonst zu viele Rückstände nicht verbrennen und Energie ungenutzt im Aschekasten landet. Uneingeschränkte Funktionalität bietet nur ein sauberer Ofen - bitte säubern Sie den Aschekasten oder den Feuerraum regelmäßig. Bei großen Grundöfen müssen außerdem in regelmäßigen Abständen die Züge gereinigt werden, da dies nicht in die Zuständigkeit des Schornsteinfegers fällt.

Brennholz kaufen und lagern


Welches Holz?


Die Buche ist ohne Zweifel das Brennholz mit den meisten Vorteilen, es ist allerdings auch das teuerste Brennholz und oft rechtfertigt die Qualität nicht den großen Preisunterschied z.B. zu Esche oder Kiefer. Buche hat einen durchschnittlichen Heizwert, ist aber durch die hohe Dichte schwerer als z.B. Nadelholz. Daher brauchen Sie weniger Buchenscheite zum Heizen, als wenn Sie Fichte verfeuern würden. Gemessen am Gewicht hat die Fichte aber einen höheren Brennwert - Sie brauchen nur mehr Volumen. Heißt: Sie müssen öfter nachlegen. Dass von Nadelholz Gefahren für Ofen und Schornstein ausgehen ist ein Ammenmärchen aus Zeiten, als gemauerte Schornsteine nicht immer ganz trockenes Holz zu verarbeiten hatten und auch das Bewusstsein für die Qualitäten von trockenem Holz noch nicht da war. Trockene Fichte ist ein ideales und günstiges Brennholz, trockene Buche sicher die "1. Wahl". Premium-Brennholz ist kammergetrocknete Buche.


Expertentipps


Das Messen von Brennholz mit Holzfeuchtemessgeräten ist Expertensache. Wenn Sie aber eine solche Messung selbst vornehmen wollen, so messen Sie bitte grundsätzlich an frischen Sägeschnitten oder Spaltflächen und zwar dreimal (oberer Bereich, mitte, unten) und so, dass die Messelektroden quer zur Faserrichtung angesetzt werden. Die drei Messergebnisse bitte mitteln und den Durchschnitt an insgesamt drei Scheiten ausrechnen. Das Mittel aus diesen drei Scheiten ist dann Ihre "Holzfeuchte in %". Der Wert sollte unter 24 % legen (Quelle: Messmethode Krämer/Heise, z. publiziert vom Bundesverband Brennholzhandel www.bundesverband-brennholz.de). Einfacher geht's so: Zwei Scheite in die Hand nehmen und die Stirnflächen locker voreinander schlagen. Klingt es hölzern, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um trockenes Holz handelt, sehr groß.


Warum trockenes Holz?


Wirklich nasses Holz zischt im Ofen und wirft auch nach längerer Zeit noch Blasen. Holz unter 30 % verbrennt zwar ohne Feuchtigkeitsaustritt und scheint in Ordnung, allerdings wird der optimale Heizwert nicht erreicht. Daher sollten Sie trotz höherer Einkaufskosten nur trockenes Holz verbrennen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die im Holzgas enthaltene Energie zum Austreiben des Wassers benutzt wird, statt Ihr Haus zu heizen. Energieverluste von bis zu 30 % sind hier kalkulierbar. Das rechtfertigt auf jeden Fall den höheren Preis für trockenes Holz. Beim Abbrand von feuchtem Holz werden außerdem nicht die Temperaturen erreicht, die zum Verbrennen aller Schadstoffe und zur Feinstaubminimierung benötigt werden. Darauf legt Ihr Schornsteinfeger aber Wert und kann Ihnen im Extremfall den Betrieb Ihrer Feuerstelle untersagen.

 
Brennholz lagern


Zur richtigen Lagerung von Brennholz gehört erst einmal die Erkenntnis, dass ein Trocknungsprozess optimale Verhältnisse benötigt: Holz braucht rundum Luft, insbesondere im Abstand zum Boden, da mit Feuchtigkeit angereichterte Luft nach unten absinkt. Kann die Luft hier nicht weg, legt sich die Feuchtigkeit wieder ab und der Stapel beginnt von unten her zu verfaulen. Mindestens 30 Zentimeter Luft sollte es nach unten geben, besser mehr. Gleiches gilt für Seitenabstände. Eine alte Plane versieht als Abdeckung gute Dienste.
Ordentlich belüftet und in sonniger Lage trocknet Holz innerhalb eines Sommers so weit herunter, dass es verbrannt werden kann. Eine Abdeckung nach oben sollte gewährleistet sein. Hartholz wie Buche trocknet übrigens langsamer als Weichholz. Probleme, die bei der Lagerung auftauchen können sind Schimmelbildung und ausbleibende Trocknung. Beides ist immer ein Lüftungs- oder Standortproblem. Ungezieferbefall ist auch teilweise vom Standort abhängig. Untersuchen Sie Holz beim Einkauf auf jeden Fall oberflächlich auf möglichen Holzwurm-Befall. Die Gefahr, dass Holzwürmer auf Schuppen oder Haus-Teile übergreifen ist eher gering, da die meisten Schädlinge nach Ablauf der Entwicklungsstufen ihren Standort verlassen und sich arttypische Standorte zur Weitervermehrung suchen. Dies ist meist nicht Ihr trockener Brennholz-Stapel. Optimalerweise wird Scheitholz eingelagert - Meterscheite trocknen langsamer, da weniger Stirnholzflächen zur Verfügung stehen.

Dies und Das

Bitte verarbeiten Sie angeliefertes Holz sofort weiter, aber verfallen Sie dabei nicht in übertriebene Eile, sondern planen Sie das Einlagern sorgsam. Der frisch angelieferte Holzstapel verträgt auch mal einen Regenschauer, wenn es nicht zu verhindern ist. Hauptsache, die Feuchtigkeit kann in absehbarer Zeit wieder abtrocknen. Draußen gelagertes Holz idealerweise einen Tag vor dem Verbrennen ins Haus holen und in Ofennähe lagern, damit auch die äußeren Schichten trocken in den Ofen kommen. Stapeln Sie sicher, damit spielende Kinder sich nicht verletzten. Rechnen Sie immer damit, dass sich Tiere einnisten!

Hartholz oder Weichholz


Hart-und Weichholz unterscheidet man nicht über den Daumen nach Laub-oder Nadelholz, es gibt vielmehr eine wissenschaftliche Definition.
Holz dessen Trockenmasse pro Kubikmeter weniger als 550 kg ausmacht, ist Weichholz.
Holz, das schwerer ist, Hartholz.So ist der Laubbaum Pappel eindeutig ein Weichholz, die Schwarzkiefer aber ebenso klar ein Hartholz.


Weichhölzer

Zirbel 400 kg
Tanne 410 kg
Pappel 410 kg
Fichte 430 kg
Espe 450 kg
Douglasie 470 kg
Erle 490 kg
Kiefer 510 kg
Linde 520 kg
Weide 520 kg
Lärche 550 kg


Harthölzer


Schwarzkiefer 560 kg
Hasel 560 kg
Ahorn 600 kg
Birke 640 kg
Ulme 640 kg
Esche 670 kg
Eiche 680 kg
Buche 680 kg
Robinie 730 kg
Zerreiche 740 kg
Hainbuche 750 kg